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Wissenschaftliche Bezeichnung: Natürliche Verbreitung:
Diodontidae & Tetraodontidae tropische Gewässer
Die Kugelfische sind mit etwa 90 Arten überwiegend in tropischen Gewässern beheimatet. Die meisten Angehörigen der Familie bewohnen küstennahe Meeresgebiete, während wir im Brack- und Süßwasser nur wenige Formen finden.
Der Fisch af dem Foto ist ein Gelbflecken-Igelfisch und kommt im Roten Meer und im Indopazifik von Südafrika über die Philippinen, Australien, Neukaledonien bis zum südlichen Japan und zu den Galapagosinseln vor. Durch den Sueskanal ist er in das südöstliche Mittelmeer eingewandert und ist heute auch vor der Küste Israels zu finden. Die Igelfische (Diodontidae) sind eine Familie in der Ordnung der Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes).
Im Ober- und Unterkiefer befinden sich Zahnplatten, die in der Mitte des Ober- und Unterkiefers miteinander verwachsen sind. (Diodontidae = Zweizähner)
Gelbflecken-Igelfische halten sich immer in der Nähe der Küsten, bei Korallen- und mit Schwämmen bewachsenen Felsriffen sowie Seegraswiesen in Tiefen von einem bis zu 90 Metern auf. Sie sind einzelgängerisch und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich versteckt. Die Fische werden 34 Zentimeter lang.
Sie verfügen wie die Kugelfische über Stacheln am Körper, die jedoch wesentlich größer und kräftiger sind.
Gelbflecken-Igelfische können ihre Stacheln, welche meist dreiteilige Wurzeln haben, nicht nach rückwärts umlegen. Bei ausgewachsenen Exemplaren sind die Stacheln der dunklen Oberseite von weißen oder gelben und die der hellen Bauchseite von schwarzen Punkten umgeben. Der Schwanzflossenstiel ist stachellos.
Kugefische -Merkmale: Die gedrungene und rundliche Gestalt eines Kugelfische weicht beträchtlich von der gemeinhin bekannten Fischgestalt ab. Im Vergleich zu anderen Fischen sind auch Kopf und Augen recht groß ausgebildet. Im Maul finden wir einen schnabelähnlichen Beißapparat, der durch Verwachsung der Zähne zu Zahnleisten entsteht. Zwei Zahnleisten, eine linke und eine rechte, bilden den „Oberschnabel“, zwei weitere den „Unterschnabel“. Der Beißapparat wird also insgesamt von vier Zahnleisten gebildet (Tetraodontidae = Vierzähner). Diese Neigung zur Verschmelzung der Zähne ist charakteristisch für alle Kugelfischartigen. Die lederartige, sehr widerstandsfähige Haut ist nackt; ihre Schuppen sind auf kurze Stacheln oder körnchenartige Erhebungen reduziert.
Aufblähen: Bei Erregung bläht ein Kugelfisch seinen Körper kugelförmig auf. Diese Fähigkeit kommt im Fischbereich nur noch bei den nahe verwandten Igelfischen vor. Eine kräftige Muskulatur presst ruckweise Wasser aus der Mundhöhle in eine bauchseitige, sackartige Erweiterung des Magens. Starke Ringmuskeln am Übergang zum Magen und am Mageneingang verhindern das Rückfließen des Wassers, das unter beachtlichem Druck die aufgeblähte Körperhaut fast bis zum Zerreißen spannt. Der aufgepumpte Fisch sinkt nun gemächlich zu Boden.
Die Frage nach Sinn und Zweck dieses außergewöhnlichen Verhaltens lässt sich leicht beantworten: Durch die plötzliche Volumenvergrößerung wird das Verschlingen eines Kugelfisches für einen beutegierigen Räuber nahezu unmöglich gemacht. In der straffgespannten Haut richten sich die vielen, normalerweise versteckten, kurzen Stacheln auf, so daß selbst im Schlund eines großen Fisches dieser Futterball nicht so recht rutschen will.
Zur Verteidigung pustet der Kugelfisch das Wasser auch stoßweise wieder aus. In jedem Fall wird dem Raubfisch der Appetit auf Kugelfisch gründlich verleidet. Mitunter pumpen sich die Fische auch beim Imponieren und beim Balzspiel auf, um sich möglichst wirkungsvoll in Szene zu setzen.
Kugelfischgift: Die Wirkung wie auch die Gefährlichkeit der Kugelfische werden bereits im ältesten chinesischen Kräuterbuch (Pen tsao chin) erwähnt.
Kugelfische enthalten das hochgiftige Tetraodontoxin, das in seiner chemischen Struktur einem Steroidhormon ähnelt. Trotz der bekanntermaßen hohen Giftigkeit vor allem während der winterlichen Laichzeit gelten Kugelfische in Japan als Delikatesse. Eine japanische Spezialität - ein Kugelfischgericht, das Fugu, das aus mehreren Kugelfischen zubereitet wird, darf nur von speziell ausgebildeten Köchen, die ein Diplom an einer besonderen Schule gemacht haben, zubereitet werden. Die Fische müssen möglichst schnell nach dem Fang vorsichtig ausgenommen werden, damit das Gift, das hauptsächlich in den Keimdrüsen und in der Leber angereichert ist, nicht in das ungiftige Muskelfleisch übertreten kann. Das Tetraodontoxin wird nicht beim Kochen zerstört, wie das z. B. bei dem Gift der Aale und der Muränen der Fall ist. Trotz dieser Bestimmungen vergiften sich in Japan alljährlich viele Menschen zum Teil tödlich durch den Genuß unsachgemäß zubereiteter Kugelfische.
Daher muss heute in Japan jeder, der mit Fang, Handel oder Zubereitung zu tun hat, eine spezielle Lizenz besitzen.
Schwimmweise: Auch in der Schwimmweise unterscheiden sich die Kugelfische von den meisten anderen Fischen. Als Antriebsorgane dienen die Brustflossen, die wie kleine Propeller mit hoher Frequenz bewegt werden. Die zweite Rückenflosse (die erste ist reduziert) und die Afterflosse schwirren zur Unterstützung mit.
Der Schwanzstiel und die Schwanzflosse, die ja bei den meisten Fischen den Vortrieb besorgen, dienen hier nur als Steuerruder. Auf diese Weise ist ein Kugelfisch zwar nicht schnell, aber äußerst manövrierfähig. Auf engstem Raum dreht er sich, schwimmt sogar rückwärts, steigt auf und ab, all dies so geschickt, daß er von Liebhabern gerne auch als „Hubschrauberfisch“ bezeichnet wird. Diese Wendigkeit kommt vor allem den riffbewohnenden Arten im Spatengewirr der Korallenfelsen sehr zustatten.
Nahrung: Mit dem kräftigen Schnabel sind Kugelfische vorzüglich auf das Zerbeißen hartschaliger Nahrung eingerichtet. Sie zermalmen die Panzer von Krebsen, knacken Muscheln und Schnecken und brechen Stücke aus Korallenstöcken, um an die zarten Korallenpolypen zu gelangen. Das Gebiß wird demgemäß stark beansprucht und wächst schnell nach. Daneben wird auch anderes kleines Meeresgetier wie Schwämme oder Würmer gefressen. Häufig wird die im Sand verborgene Nahrung mit Wasser freigepustet, eine Verhaltensweise, die wir z. B. auch von Drückerfischen kennen.
Kugelfische sind eher scheu und gehen Tauchern und Schnorchlern in der Regel aus dem Weg. Versucht der Mensch den Fisch zu fangen, so beißt dieser mit seinem kräftigen Gebiss. Dies kann bei großen Kugelfischen zu schweren Verletzungen bis zum Verlust des Fingers führen.
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